Deutsche Mixed-Staffel verpasst Sieg um Haaresbreite - Single-Mixed Staffel läuft auf Bronzerang

Nach den bisher beim IBU Junior Cup in Pokljuka erreichten Ergebnissen waren die deutschen Teams Mit-Favoriten auf eine Podestplatzierung bei den gemischten Staffeln am Abschlusstag.

 

Florian Arsan und Johanna Puff werden Dritte mit Single-Mixed-Staffel

 

Den Anfang machten Florian Arsan und Johanna Puff als Zweier-Team in der Single-Mixed-Staffel. Deutschland war von Beginn an vorne dabei, aber vor allem das russische Team zeigte sich stark am Schießstand. Nach zwei fehlerfreien Schießeinlagen von Florian Arsan übernahm Johanna Puff nur 11,2 Sek. hinter Russland an zweiter Position. Die Russin Anastasiia Grishina und Johanna Puff räumten liegend ab ohne nachladen zu müssen und während Grishina auch stehend alle fünf Scheiben sofort traf, benötigte Johanna Puff zwei Nachlader, hielt sich aber mit 17,4 Sek. Rückstand auf die Spitze auf der zweiten Position. florian Arsan, der in der Lage ist, am Schießstand Zeit gut zu machen, benötigte liegend zwei und stehend drei Nachlader, während der Russe Dionis Roduner die Scheiben beide Male sofort und sauber abräumte. Der Vorsprung der Russen war beim Wechsel auf beträchtliche 53,7 Sek. angewachsen, aber das deutsche Team hielt sich immer noch auf dem zweiten Rang, zwischenzeitlich dicht gefolgt von Italien mit Michele Molinari und Sara Scattolo, die allerdings bereits eine Strafrunde im Gepäck hatten.

 

Nun lag es an den Mädels die Staffel zu einem guten Ende zu bringen. Beim liegenden Anschlag ging die Italienerin nach fünf Treffern an Johanna Puff vorbei, da die letzte Scheibe erst mit einem Nachlader fiel. Auf der Runde zum entscheidenden Schießen baute die Italienerin den Vorsprung auf Puff aus und während die Russin an der Spitze bereits enteilt war und einem sicheren Sieg entgegenlief, brachten sowohl die Italienerin und auch Johanna Puff mit Nervenstärke ihre fünf Schüsse ins Ziel. Sara Scattolo und Johanna Puff bestimmten die Laufzeit auf der Schlussrunde und waren auch in ihrem gesamten Leg die schnellsten Läuferinnen. Das russische Team absolvierte acht Schießen ohne auch nur einmal nachladen zu müssen und hat sich den Sieg damit hochverdient. Am Ende blieb es bei Rang zwei für das italienische Team mit 10,3 Sek. Vorsprung vor Florian Arsan und Johanna Puff für Deutschland auf Rang drei. Leon Kienesberger und Anna Andexer (1 Strafrunde – 9 Nachlader) belegten Rang sieben vor den Schweizern Yanis Keller und Seraina König (3 Strafrunden – 12 Nachlader) auf dem achten Platz.

Foto: © biathlon-pokljuka.com
Foto: © biathlon-pokljuka.com

Mixed-Staffel verpasst Sieg knapp

 

Das deutsche Mixed-Team mit Benjamin Menz, Christoph Noack, Hanna Michéle Hermann und Schlussläuferin Luise Müller hatte berechtigte Hoffnung auf den Sieg. an Ende musste man sich nur um 0,2 Sek. den Italienern Iacopo Leonesio, Nicolo Betemps, Ilaria Scattolo und Gaia Brunetto geschlagen geben. Benjamin Menz der kurzfristig für den ursprünglich nominierten Hans Köllner lief, kam nach fünf Treffern im Liegen in einer Spitzenposition zum Stehendanschlag und kassierte eine Strafrunde. Auf der Schlussrunde arbeitete er sich mit sehr guter Laufleistung wieder zwei Plätze nach vorne und übergab an sechster Position an Christoph Noack. Er brachte die Staffel wieder entscheidend nach vorne, benötigte insgesamt nur einen Nachlader und übergab als Vierter an Hanna Michéle Hermann, mit 36,8 Sek. Rückstand auf die Spitze, aber nur 8,6 auf den Bronzeplatz. Hermann benötigte liegend und stehend nur einen Nachlader und gab an der Spitze ein Lauftempo vor, das keine der Verfolgerinnen mitgehen konnte. Beim letzten Wechsel hatte Hermann bereits einen Vorsprung von 25,1 Sek. herausgelaufen. Als Schlussläuferin baute Luise Müller ihren Vorsprung nach fünf Treffern im Liegen deutlich aus, hinter ihr Italien und Russland. Der Vorsprung von Luise Müller betrug zwischenzeitlich 43,8 Sek. und dann wollte eine Scheibe auch nach drei Nachladern nicht fallen. Während die Deutsche in die Strafrunde abbog, kamen ihre Verfolgerinnen aus Italien und Russland ungeschoren davon und Müller kam 10 Sek. dahinter als Drittplatzierte aus der Strafrunde. Mit mächtig Wut im Bauch und Laufbestzeit holte sie sich die vor ihr laufende Russin Batmanova und machte Meter für Meter auf die führende Italienerin gut. Am Ende kam die Ziellinie zu früh und auf den Sieg fehlte nur eine Haaresbreite von 0,2 Sek.

 

Die Teams bleiben vorerst in Slowenien, da auf der Pokljuka von 17.01. bis 23.01.2022 die Junioren-Europameisterschaft mit folgendem Programm stattfindet:

 

19.01.2022, 10.30 Uhr, Einzel Juniorinnen

19.01.2022, 14.00 Uhr, Einzel Junioren

 

20.01.2022, 10.30 Uhr, Single Mixed Staffel (W + M)

20.01.2022, 14.00 Uhr, Mixed-Staffel (W + M)

 

22.01.2022, 10.30 Uhr, Sprint Juniorinnen

22.01.2022, 14.00 Uhr, Sprint Junioren

 

23.01.2022, 10.30 Uhr, Verfolgung Juniorinnen

23.01.2022, 13.30 Uhr, Verfolgung Junioren