Internationaler Lehrgang mit Nachwuchs-Biathleten aus Frankreich, Belgien und Deutschland

Mit einem Testwettkampf im Massenstart endete vergangene Woche in Ruhpolding ein sechstägiger internationaler Lehrgang der Biathlon- Junioren aus drei Nationen. Die französische Biathlon-Nationalmannschaft der Junioren, vier junge Belgier und der Nachwuchskader 1 des Deutschen Skiverbandes kamen zu dem länderübergreifenden Austausch. Geplant war das gemeinsame Training bereits für 2020, musste aber wegen den Corona-Beschränkungen auf dieses Jahr verlegt werden.

 

„Der gegenseitige Austausch war sehr konstruktiv und erweitert den Horizont, 90 % der Trainingseinheiten wurden gemeinsam gemacht und es war eine hervorragende Zusammenarbeit“, so der deutsche Nachwuchscheftrainer Zibi Szlufcik, der ein begeistertes Resumee zog. Das deutsche Team wurde angeführt von den beiden leitenden Disziplin-Trainern der LG IIa, Andreas Birnbacher (Damen) und Marko Danz (Herren), aber auch der deutsche Schießtrainer Englbert Sklorz und Dr. Nico Espig vom Institut für angewandte Trainingswissenschaft Leipzig und Physiotherapeutin Martina Leitner begleiteten den Lehrgang, bei dem die Teilnehmer neben dem Trainingssystem der teilnehmenden Nationen auch etwas von der bayerischen Kultur kennenlernten. Das sprichwörtliche Eis untereinander war schnell gebrochen, als sich bei der Eröffnungsrunde die deutschen Sportler in französischer Sprache und die belgischen und französischen Teilnehmer auf deutsch vorgestellt haben.

 

Instagram Post von Laura Dahlmeier: https://www.instagram.com/p/CUxY-uJIlWO/

 

Trainer des französischen Juniorenteams ist Simon Fourcade, bei den Belgiern der Franzose Jean-Guillaume Beatrix und mit Andreas Birnbacher war der Lehrgang insbesondere auf Trainerseite mit hochdekorierten ehemaligen Biathleten besetzt. Dazu kam, dass Laura Dahlmeier den Lehrgang als Hospitation im Rahmen ihres Studiums der Sportwissenschaften nutzte, ebenso Sven Fischer, der zurzeit eine Trainerausbildung an der Sporthochschule in Köln absolviert. Im nächsten Jahr wird der deutsche Nachwuchskader 1 nach Frankreich zu einem gemeinsamen Austausch reisen und auch zu anderen Nationen wurden bereits diesbezügliche Kontakte geknüpft. Der Weltverband IBU unterstützt derartige Projekte; zuständig ist die Entwicklungsdirektorin Dagmara Gerasimuk (POL) und Förderanträge wurden bereits eingereicht.

 

 

Den Abschluss der Woche bildete ein Testwettkampf im Massenstart. Bei den Juniorinnen gab es mit Lisa Spark (Ski-Club Traunstein), Johanna Puff (SC Bayrischzell) und Selina Kastl (Ski-Club Neubau) einen deutschen Dreifacherfolg. Bei den Junioren ging der Sieg an den Franzosen Paul Fontaine vor seinem Teamkollegen Jacques Jefferies. Dritter und damit bester deutscher Junior wurde Benjamin Menz (SV Motor Tambach-Dietharz). Benjamin Menz war begeistert von dem Lehrgang „von der ganzen Herangehensweise, die Idee überhaupt, dass wir das mit den Franzosen zusammen machen, fand ich irre gut. Von Simon Fourcade konnte man viel lernen und auch Sven Fischer und Laura Dahlmeier haben uns viele verschiedene Tipps gegeben. Alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Lehrgang, man konnte viel mitnehmen. Die Trainingseinheiten haben auch gepasst und besonders der Abschlusswettkampf, um sich nochmal mit allen zu messen, fand ich richtig cool.“ Auch das Rahmenprogramm gefiel dem Thüringer. Von dem bayerischen Abend „wo wir noch Schuhplattln mussten, waren wir erst einmal nicht überzeugt, aber als es dann soweit war, fanden wir es richtig gut.“

 

Insgesamt wurden vom Deutschen Skiverband acht Juniorinnen und Junioren zum Lehrgang geladen. Lara Vogl (Skiclub Partenkirchen) musste beim Testwettkampf krankheitsbedingt passen.

 

Download
Das Gesamtergebnis des Testwettkampfs hier
Ruhpolding 09_10_2021.pdf
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