Andreas Birnbacher ist neuer Trainer der deutschen Biathlon-Juniorinnen

Seit Beginn der aktuellen Saison steht der ehemalige Weltklasse-Biathlet Andi Birnbacher hinterm Glas der deutschen Juniorinnen, so auch bei den Deutschen Biathlon-Meisterschaften, wo wir ihn zu einem kurzen Gespräch getroffen haben. Drei Athletinnen aus dem Nachwuchskader I nehmen an den Deutschen Meisterschaften in Altenberg teil, die anderen vier sind erkrankt oder haben schulische Verpflichtungen.

 

Letzter Start in Oslo

 

Im März 2016 ist Andreas Birnbacher bei den Weltmeisterschaften in Oslo zu seinem letzten Wettkampf als aktiver Biathlet gestartet. In Oslo konnte er seinen ersten Weltcupsieg feiern und dort hat er seine Karriere beendet. Dass er im Herbst 2016 eine Ausbildung zum Diplom-Trainer an der Trainerakademie in Köln antritt war zu diesem Zeitpunkt bereits fix.

 

Ich musste schon überlegen ...

 

Nun steht er als Disziplin-Trainer der Mädels der Leistungsgruppe II in Diensten des Deutschen Skiverbandes. Seine Ausbildung in Köln dauert noch bis Oktober 2019, zwei Jahre hat er bereits hinter sich. Im Frühjahr musste Andreas Birnbacher schon überlegen, so erzählt er uns, ob er es vor allem mit seinem Trainerstudium in Köln vereinbaren kann, die Nachfolge von Kristian Mehringer anzutreten, der bis dahin für die Mädels des C-Kaders verantwortlich war. Birnbacher hat die Wettkampfpläne studiert, ob die Zeiten, die er unterwegs wäre, sich nicht mit den Studienzeiten überlappen und am Stützpunkt in Ruhpolding trainiert er ja auch mit Simon Schempp. „ Ich musste abwägen und sehen, ob sich das alles regeln lässt“ und hat sich dann entschieden, diese Aufgabe zu übernehmen. Oft ist es nicht einfach in unserem Job, aber auch mit meiner Familie, Andi Birnbacher ist verheiratet und hat zwei Söhne, lässt es sich so wie es jetzt läuft, gut vereinbaren.

 

C-Kader-Trainer ist ein wichtiger Job

 

Er selbst war 2000 Juniorenweltmeister mit der Staffel in Hochfilzen und im Jahr darauf dreimaliger Juniorenweltmeister (Sprint, Verfolgung, Staffel) in Chanty Mansijsk. Birnbacher hat während seiner aktiven Karriere viele Erfahrungen gesammelt die ihm jetzt im Umgang mit der jungen Truppe sehr hilfreich sein können. Und deshalb sagt er auch: „C-Kader-Trainer ist ein sehr wichtiger Job, ein Bundestrainer-Job, es geht darum den jungen Sportlern Basics zu vermitteln, ihnen etwas mit auf den Weg zu geben und das ist eine Sache, die mir großen Spaß macht“. Ich glaube, dass es wichtig ist in diesem Bereich anzufangen, da nimmt man als Trainer ganz viel mit“. Zwischenzeitlich hat er mit dem Nachwuchskader I, wie der C-Kader seit dieser Saison bezeichnet wird, schon Lehrgänge in Leipzig, in Mals und in Ruhpolding absolviert und seine Schützlinge kennengelernt. Zur Vorbereitung auf die Saison wird noch in der Skihalle in Oberhof trainiert und dann abschließend in Obertilliach. Die Hauptarbeit wird allerdings an den Stützpunkten von den Heimtrainern geleistet und da ist es oftmals kontraproduktiv, wenn man die Athleten zu Lehrgangsmaßnahmen zu oft aus diesem Umfeld heraus nimmt.

 

Ergebnisse der Deutsche Meisterschaften sind qualifikationsrelevant

 

Auch für den Nachwuchskader sind die in Altenberg und Oberhof erzielten Ergebnisse wichtig. Vier Mädels und vier Jungs sind für den ersten IBU Junior-Cup in der Lenzerheide (SUI) gesetzt, müssen allerdings bei den Deutschen Meisterschaften ihre Leistung bestätigen und drei weitere können sich dafür qualifizieren. Hier haben auch Biathletinnen oder Biathleten eine Chance, die derzeit nicht dem Nachwuchskader I oder II angehören und für die anstehenden Großereignisse gibt es dann im Winter weitere Qualifikationen.

 

Wir wünschen Andi Birnbacher gutes Gelingen und viel Erfolg bei den anstehenden Herausforderungen.