Sophia Schneider auf dem Weg zur JWM in Otepää

Sophia Schneider ist erwartungsgemäß für die Jugend- und Juniorenweltmeisterschaft (YJWCH) in Otepää nominiert. Um ihre Teilnahme musste man allerdings kurz bangen, da sie zu Beginn der letzten Woche noch etwas angeschlagen war. Jetzt hat sie Entwarnung gegeben. Sie ist fit und mit dem Team bereits nach Estland geflogen.

 

Internationale Erfahrung

 

Die 20jährige aus dem Zoll Ski-Team hat C-Kader-Status (Lehrgangsgruppe IIa) und sicherlich die meiste Erfahrung bei internationalen Wettkämpfen. Nach der JWM in Minsk (2014/2015), in Cheile-Gradistei (2015/2016) und letztes Jahr in Brezno-Osrblie wird sie in dieser Saison zum vierten Mal bei einer JWM dabei sein und freut sich darauf, dass es endlich losgeht.

 

Ziel in Otepää: Eine Einzelmedaille

 

Das erklärte Ziel von Sophia Schneider für die JWM ist eine Einzelmedaille. „Die meisten Chancen rechne ich mir im Sprint aus und möchte mir dort eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung sichern, um auch dort gute Chancen zu haben“, so Sophia Schneider, die in der laufenden IBU Junior-Cup Saison gleich zu Beginn in Obertilliach einen Sprint gewonnen hat, und in Ridnaun beim Sprint als Dritte auf dem Podest stand. In Nove Mesto na Morave war sie mit tadelloser Leistung am Schießstand ebenfalls Siegerin in einem der beiden dort ausgetragenen Sprints. „Ich denke aber, dass wir auch mit der Staffel gute Chancen haben“, so Sophia Schneider, die im letzten Jahr zusammen mit Vanessa Voigt und Anna Weidel bei der JWM Silber in der Junioren-Staffel gewinnen konnte. Bei den European Youth Olympic Festival (EYOF) 2015 in Vorarlberg/Liechtenstein hat sie Bronze in der Verfolgung und eine weitere Bronzemedaille mit der Mixed-Staffel geholt.

 

Das erste Mal in Otepää

 

Obwohl sie als Nachwuchs-Biathletin schon auf vielen internationalen Strecken gelaufen ist – Otepää kennt sie noch nicht. Sophia hat sich aber bei anderen Athleten, die in der letzten Saison dort im IBU-Cup gelaufen sind, über den dortigen Streckenverlauf informiert. Strecken mit vielen Anstiegen, bei denen es immer bergauf und bergab geht, die liebt sie, da kann sie ihr Laufpotential voll einsetzen. Hier liefert sie immer wieder Top-Resultate mit beeindruckenden Laufzeiten. Ob ihr die Loipen in Otepää entgegen kommen wird sich zeigen. Am Wichtigsten ist jetzt für Sophia Schneider gesund zu bleiben – alles weitere lässt sie auf sich zukommen.

 

Und auf unsere obligatorische Frage, was unbedingt ins Gepäck muss, gab es auch eine Antwort: Mein Monchichi!

 

Wir wünschen Sophia eine gute und unbeschwerliche Anreise, viele schöne Erfahrungen in Otepää und maximalen Erfolg.

 

Ilka Schweikl für biathlon-nachwuchs.de