Tim Grotian gehört zum deutschen JWM-Team

Tim Grotian hat sich für die Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften in Otepää (Estland) qualifiziert. Durch seine hervorragenden Platzierungen in der laufenden IBU-Junior-Cup Serie konnte eigentlich kein Weg an ihm vorbei führen. Die JWM wird sein erstes Großereignis sein. „Ich freue mich auf alles dort. Der IBU-Junior Cup war schon beeindruckend und die JWM ist bestimmt nochmal eine Steigerung“, so Tim Grotian.

 

Mit seinen Eltern und seinem Bruder ist er 2003 nach Mittenwald umgezogen und genießt die Vorzüge daheim wohnen zu können. Seit August 2016 ist er beim Zoll angestellt und hat dadurch die Möglichkeit am Trainingsstüzpunkt in Mittenwald unter Hauptleitung von Bernhard Kröll zu trainieren. Im Sommer wird dieser unterstützt von Albert Neuner, der im Winter als Weltcuptechniker unterwegs ist. Außerdem gehören Sandro Lorenz und Thomas Schöpf zum Trainerteam.

 

Im ersten C-Kader Jahr gleich für JWM qualifiziert

 

Dass es gleich im ersten C-Kader-Jahr mit der Qualifikation für die JWM reicht, damit hat Tim nicht gerechnet, aber natürlich gehofft. „Ich habe nach den ersten Wettkämpfen gewusst, dass ich keine schlechte Form bzw. Chancen habe, wenn ich die Leistung, die ich im Training bringe, so in die weiteren Wettkämpfe übernehmen kann. Jedoch spielen dafür viele Faktoren zusammen, die einfach passen müssen, was oftmals nicht so leicht ist,“ erzählt uns der 20jährige Wahl-Mittenwalder. Mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist er zufrieden. Er hat auch Glück gehabt, dass er von Infekten oder Verletzungen verschont blieb. Dass seine Lieblingsdisziplin der Sprint ist, lässt sich eindeutig aus den bisherigen Ergebnissen ablesen. Ein achter, ein fünfter, ein dritter, ein siebter und ein elfter Platz – das kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen.

 

Schießleistung deutlich verbessert

 

Die Strecken in Obertilliach und Hochfilzen liegen ihm und vor allem Strecken mit einigen Übergängen und langen „Ziehern“, in denen man leicht viel Zeit liegen lassen kann, so Tim Grotian, der im Vergleich zu seiner letzten Saison seine Schießleistung deutlich verbessern konnte. „Ich kann jetzt meine Trainingsleistung schon öfter im Wettkampf liefern; jedoch gilt es die Anzahl der „verkorksten“ Schießeinlagen im Wettkampf zu verringern und vor allem im Stehendanschlag noch stabiler zu werden. Bei den Schießzeiten lässt sich bei mir noch viel Zeit rausholen“, resümiert Tim. Das werden Aufgaben in der Vorbereitung auf die neue Saison, jetzt vor der JWM will er seine gewohnten Schießabläufe nicht mehr verändern. Wichtiger ist ihm beim Vorbereitungslehrung noch einmal Sicherheit beim Schießen zu gewinnen.

 

Otepää ist (nicht ganz) neu für ihn

 

Wie fast alle seiner Team-Kameraden war auch Tim Grotian vorher noch nicht in Otepää. Allerdings hat ihm sein Trainingspartner David Zobel viel von den dortigen Strecken und über den Schießstand erzählt. David Zobel war letztes Jahr noch Teilnehmer der JWM in Brezno-Osrblie und hat Silber im Einzel sowie Bronze mit der Junioren-Staffel gewonnen. Als Belohnung für seine Einzelmedaille durfte er beim IBU Cup in Otepää starten und war dort Sieger mit der Mixed-Staffel. Wer weiß: vielleicht macht Tim es David Zobel nach! Wir jedenfalls wünschen für die Wettkämpfe in Otepää viel Erfolg und vor allem: bleib gesund.

 

Ilka Schweikl für biathlon-nachwuchs.de