Juliane Frühwirt hat Ticket für JWM

Neben elf weiteren Nachwuchs-Biathleten hat sich Juliane Frühwirt (SV Motor Tambach-Dietharz) für die Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften in Otepää qualifiziert. Die 19jährige Thüringerin gehört dem aktuellen C-Kader an und ist überglücklich, dass sie nominiert wurde. „Ich freue mich auf das Flair dort und natürlich auf die Rennen, ich will dort meine beste Leistung abrufen“.

 

Prägende Erfahrungen

 

Juliane Frühwirt war Teilnehmerin des größten Ereignisses für Nachwuchs-Biathleten überhaupt: den Youth Olympic Games. Im Februar 2016 hat sie bei den Spielen in Lillehammer mit zwei fehlerlosen Schießeinlagen die Goldmedaille im Sprint und zusammen mit Franzi Pfnür, Simon Groß und Danilo Riethmüller Silber mit der Mixed-Staffel gewonnen. Als Belohnung durfte sie im Sommer zu den Olympischen Spielen nach Rio in Brasilien reisen, später mit der Oberhofer Delegation nach Chisinau (Moldawien), um als Botschafterin für die Biathlon-WM 2020 in Oberhof zu werben. Nebenbei hat sie auch noch ihr Abitur gemacht. Viele prägende Erlebnisse und Erfahrungen für Juliane Frühwirt. Die darauf folgende Saison war dann völlig verkorkst, wie sie selbst sagt. Irgendwie konnte sie ihr Leistungsvermögen nicht mehr wie gewohnt abrufen, hat sich weder für die JEM noch für die JWM qualifiziert, zweifelte an sich selbst und hat dann grundlegende Entscheidungen getroffen. „Ich bin echt erleichtert, dass es dieses Jahr wieder läuft!“, so Juliane Frühwirt.

 

Mitglied des Zoll Ski-Teams

 

Seit letztem Jahr gehört Juliane zum Zoll Ski-Team, wohnt nun in Mittenwald und trainiert in Kaltenbrunn bei Bernhard Kröll und seinem Team. Aus dieser Werdenfelser Trainingsgruppe haben sich neben ihr noch vier weitere Nachwuchs-Biathleten für die JWM in Otepää qualifiziert. Der Umzug und die grundlegenden Veränderungen in ihrem Leben haben sich gelohnt.

 

Ihre Stärken

 

Juliane Frühwirts Stärke ist klar das Laufen. Im Verlauf der IBU-Junior Cup-Serie hat ihrer Meinung noch in keinem Rennen alles so richtig gepasst. Vier Top-10 Platzierungen in sechs Rennen und einmal als Viertplatzierte knapp am Podest vorbei. „Mal war das Laufen gut und mal das Schießen“, sagt sie selbst, und dass alles in einem Rennen zusammengeht, das nehme ich mir für Otepää vor“. Sie freut sich auf den Einzelwettkampf aber die größten Chancen sieht sie für sich im Sprint. Allgemein schwere Strecken, wie in Ridnaun oder Hochfilzen, die liegen ihr; Strecken auf denen man viel im 1-1er Stil laufen kann. In Otepää war sie schon einmal und das Stadion und die Strecken gefallen ihr gut.

 

Nach einem leichten Infekt während der Qualifikationsrennen in Oberhof fühlt sie sich jetzt wieder richtig fit. „Ich freue mich riesig, dass ich nach dem schlechten Winter letztes Jahr nach Otepää fahren darf“.

 

Wir wünschen Juliane eine gute Vorbereitung und viel Erfolg in Otepää.

 

Ilka Schweikl für biathlon-nachwuchs.de