Franziska Pfnür für JWM nominiert

Die 18jährige Franziska Pfnür aus Ramsau wurde von den verantwortlichen Nachwuchs-Trainern zur Teilnahme an den Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften in Otepää (Estland) nominiert. Von 26. Februar bis 4. März 2018 trifft sich dort die Weltelite der jungen Biathletinnen und Biathleten, wenn im Einzel, im Sprint, in der Verfolgung und mit den Staffeln um Medaillen gelaufen wird.

 

 

Ohne Druck in die Qualifikationswettkämpfe

Die Qualifikationswettkämpfe in Oberhof und Altenberg liefen sehr gut für sie. Nach einem zweiten und einem vierten Rang bei den Sprints in Oberhof sowie einem Sieg im Massenstart (4 fehlerfreie Schießeinlagen) und einem zweiten Rang in der anschließenden Verfolgung in Altenberg war sie Punktbeste. „Die Nominierung kam für mich ganz überraschend, da ich mir im Vorfeld eigentlich keine Gedanken darüber gemacht habe, dass ich Chancen haben könnte“, so eine überglückliche Franzi, wie sie von allen genannt wird.

 

Fachabitur im Mai 2018

Die deutsche Jugendmeisterin im Sprint und im Einzel ist noch Schülerin an der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden. Dort hat sie 2016 den Realschulabschluss gemacht und nach einem Wechsel auf die dortige Fachoberschule steht im Mai das Fachabitur an. Sie ist eine externe Schülerin mit dem Vorteil zu Hause, also im gewohnten Umfeld, wohnen und schlafen zu können. Im letzten Jahr wurde Franzi Pfnür an ihrer Schule zur Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. In ihrer Familie ist sie die erste und einzige die den Biathlonsport betreibt.

 

Zweites Biathlon-Großereignis

In der IBU Junior-Cup-Serie war sie bisher nicht am Start. Die ebenfalls für die JWM in der Jugendklasse nominierten Lena Hanses und Hanna Michéle Hermann hatten dort bereits Einsätze. Aber ganz ohne internationale Erfahrung fährt Franzi Pfnür nicht nach Otepää. In der Saison 2015/2016 hat sie an den Youth Olympic Games in Lillehammer teilgenommen und dort mit der Mixed-Staffel, zusammen mit Juliane Frühwirt, Simon Groß und Danilo Riethmüller Silber gewonnen. „Da Otepää erst mein zweites Großereignis wird, fehlt es mir schon noch an Erfahrung, wie so etwas abläuft“, so eine bescheidene Franzi Pfnür. Dass sie das meistern wird, da sind wir ganz sicher.

„Meine Lieblingsdisziplin ist eigentlich der Sprint, aber bei der JWM sehe ich im Einzel mehr Chancen, weil da vier Mal geschossen wird“, so Franzi Pfnür, die zuletzt immer wieder bewiesen hat, dass sie eine gute Schützin ist.

 

Gesund bleiben ist jetzt das Wichtigste bis zur Abreise, meint auch Franzi, die sich am meisten auf die Wettkämpfe selbst freut. Wir wünschen gutes Gelingen in Otepää!

 

Ilka Schweikl für biathlon-nachwuchs.de