Staffelbewerbe der Junioren und Juniorinnen am Abschlusstag der YJWCH 2017

Am Abschlusstag der Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften in Brezno-Osrblie (SVK) stehen noch die Staffelbewerbe auf dem Programm.

 

Staffel der Juniorinnen über 3 x 6 km

Um 14.00 Uhr wird der Startschuss für den letzten Bewerb, die Staffel der Juniorinnen über 3 x 6 km, gegeben. Vanessa Voigt als Startläuferin, gefolgt von Sophia Schneider und als Schlussläuferin Anna Weidel. 17 Staffeln sind gemeldet und neben den Französinnen und der österreichischen Staffel mit Tamara Steiner, Julia Schwaiger und Simone Kupfner, sind auch die Teams aus Russland und Tschechien Favoriten. Bei dem bisher einzigen in der IBU Junior Cup Serie ausgetragenen Staffelbewerb in Hochfilzen standen die Französinnen vor Deutschland und Kasachstan auf dem Podest gefolgt von dem Team aus Österreich.

 

Bei den Mädels gehen im Juniorenbereich drei Läuferinnen im Team an den Start. Nachdem Christin Maier bereits krankheitsbedingt wieder aus Brezno-Osrblie abgereist ist, sind ohnehin nur noch vier Juniorinnen vor Ort und nur drei davon können an den Start gehen. Leider trifft Janina Hettich die Zuschauerrolle.  

 

Staffel der Junioren über 4 x 7,5 km

Bereits um 11.00 Uhr gehen die Junioren über 4 x 7,5 km an den Start. Aus deutscher Sicht eine kleine Überraschung: Der 17jährige Danilo Riethmüller, eigentlich Starter im Jugendbereich, ist im Aufgebot der Junioren. Er wird nach Justus Strelow als Zweiter auf die Strecke gehen, dann Dominic Schmuck bevor David Zobel als Schlussläufer die Staffel ins Ziel bringen wird. In Hochfilzen standen die Russen vor den Weissrussen und den Tschechen auf dem Podest; die deutsche Staffel erreichte Rang 5, die Schweizer wurden 8. und die Österreicher 11.

Erik Weick und Marinus Veit werden die Mannschaften von der Strecke aus unterstützen. Gerne wären auch sie gelaufen. Gerade Erik Weick konnte in Brezno-Osrblie sein Leistungspotential nicht abrufen. Er erkrankte gerade da, als sich die Mannschaft in Ruhpolding zur JWM vorbereitete, war auch zum Einzel in Brezno-Osrblie noch nicht wieder ganz fit und überließ seinen Startplatz an Justus Strelow. Beim Sprint wollte Weick überzeugen und sich auch eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung schaffen. Nach dem liegenden Anschlag, den er fehlerfrei absolvierte, lag er beim Sprint noch in den Top10. Leider verhinderten drei Fehler im stehenden Anschlag eine bessere Platzierung. Als 34. ging er mit über 2 Min. Rückstand in die Verfolgung. Er konnte sich um neun Plätze verbessern, allerdings war er mit seiner Leistung sichtlich unzufrieden. Er weiß, dass er es besser kann. Den Sprint in Hochfilzen hat er gewonnen und in der Verfolgung wurde er Fünfter.

 

"Das schlechteste Rennen der Saison"

 

Marinus Veit hat die Situation ebenfalls angenommen. „Das Einzel war das schlechteste Rennen der Saison – bitter dass es hier bei der JWM war. Ich habe etwas Pech gehabt, bin mit einem Stockbruch schlecht in das Rennen gestartet, habe auf der Runde einen weiteren Stock verloren und dann auch noch Windprobleme gehabt,“ so Marinus Veit, dem nichts anderes bleibt, als die Teilnahme an der JWM als Lernprozess zu sehen. „Jeder, der sich für die JWM qualifiziert hat, sollte das Recht auf einen Einsatz haben, jeder hat einen Einsatz gehabt und das ist so ok“, so Marinus Veit. „Ich trainiere fleißig weiter und habe die letzten Tage hier viele Einheiten gemacht. Für mich ist es aber auch interessant zu sehen, wie die Konkurrenten die Rennen bestreiten und das Ganze von außen zu betrachten.“ Er hat sich Teile der Wettkämpfe mitgefilmt und will die Erkenntnisse daraus in seinen Lernprozess einbeziehen. Die Stimmung im Team sei sehr gut, das Zimmer teilt er sich mit Danilo Riethmüller, also das „jüngere“ Zimmer. Nun unterstützt er seine Teamkameraden vor dem Rennen und an der Strecke, so gut es geht. „Ich habe die ehrenhafte Aufgabe, den Athleten die Ski zu bringen und bin beim Ski testen dabei. Wir hatten bis jetzt sehr gutes Material: Die Grundlage für die Medaillen“.

Dem Veranstalter spricht Marinus Veit ein Lob aus. „Es ist zwar nicht mehr viel Schnee da, bei den Niederschlägen, die wir die letzten Tage hatten, aber das was da ist, halten sie so gut es geht zusammen. Die Strecke ist hart und relativ schmal und man hat wenig Chancen zum überholen“. Apropos überholen: Hoffentlich nehmen seine Teamkameraden morgen die Überholspur.

 

Ilka Schweikl