Teil 2 des Gesprächs mit den Lehrgangsteilnehmern des C-Kaders in Mittenwald: Die Jungs!

Nach einer schweißtreibenden Trainingseinheit haben wir uns auch mit den Jungs des C-Kader-Lehrgangs zu einem Gespräch in der Kaserne in Mittenwald getroffen. Großes Ziel aller ist die Teilnahme an internationalen Großveranstaltungen, insbesondere die Junioren-Weltmeisterschaft in Ostrov (RUS). Die internen Qualifaktionswettkämpfe dafür finden aber erst im Januar in Altenberg und in Kaltenbrunn statt.

 

Dominic Schmuck
Dominic Schmuck

Dominic Schmuck ist mit seinen 20 Jahren der Älteste bei den jungen Männern des C-Kaders; er startet für den SC Schleching (BSV). In der vergangenen Saison belegte er in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals den zweiten Rang hinter Dominic Reiter, der zwischenzeitlich aufgrund seiner Erfolge in den B-Kader aufgenommen wurde. Ob er der Leader der Truppe ist, fragen wir ihn und er meinte :“Hoffentlich bin ich der Leader, aber ich hab mir schon vorgenommen, in die Fußstapfen meines Namensvetters zu treten“.

 

Die Vorbereitung lief seiner Einschätzung nach bisher gut. Nach der Ausbildung bei der Bundespolizei ist er gerade mal zwei Wochen wieder komplett im Training. „Nach dem bisherigen Trainingsaufwand kann ich ganz zufrieden sein, wie es läuft und ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin“. In Ruhpolding ist er jetzt mit Simon Schempp in der Trainingsgruppe von Andi Stitzl, „da sieht man wo es hingehen soll und das motiviert auf jeden Fall“. Für Dominic Schmuck ist jetzt erst einmal wichtig, gesund zu bleiben, ohne Verletzung durch den Sommer zu kommen und „dann werden wir sehen, wie es bei der Deutschen Meisterschaft läuft“. Im Training sofort aufgefallen ist uns das extravagante Design seiner Waffe. Diese hat er sich bereits letztes Jahr von Andi Mauracher bauen und in Kössen nach einem Entwurf seiner Mama lackieren lassen.

 

Erik Weick
Erik Weick

Erik Weick wird im November 20 Jahre; er startet für den SV Eintracht Frankenhain (TSV). Seine Vorbereitung in diesem Jahr bezeichnet er selbst als „ein bißchen speziell“. Nach dem Abitur am Sportgymnasium in Oberhof war er fünf Wochen in Kanada. Dort hat er seine Freundin während ihres einjährigen Auslandsaufenthalts besucht und selbstverständlich dort auch trainiert. Seit zwei Wochen ist er nun wieder in Deutschland und trainiert in Oberhof mit der großen Trainingsgruppe beim Bundestrainer der Herren, Mark Kirchner, und Marko Danz (Disziplin-Trainer der LG II). „Das motiviert und macht echt Spaß, es läuft gut und ich fühl mich gut und auch hier beim C-Kader Lehrgang läuft alles ziemlich gut“, so Erik Weick.

 

Ich muss eine gute Saison machen“, sagt Erik Weick, „denn wir können uns dieses Jahr für den B Kader qualifizieren. Der Übergang vom C- in den B-Kader ist nicht ganz leicht und es gibt öfter mal einen, der es nicht auf Anhieb schafft“, so Erik Weick. Die Deutschen Biathlon-Meisterschaften, die in Oberhof von seinem Heimatverein ausgerichtet werden, sind für die Junioren hauptsächlich eine Standortbestimmung, „aber trotzdem möchte man schon seine beste Leistung abrufen“, so Erik Weick. Weiteres Ziel ist in dieser Saison dann nochmals die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft. Im letzten Jahr konnte er mit der Staffel die Silbermedaille gewinnen. „Da wollen wir anknüpfen oder vielleicht sogar noch einen draufsetzen“

 

Justus Strelow
Justus Strelow

Justus Strelow wird im Dezember 20 Jahre als und geht für den SG Stahl-Schmiedeberg (SVSAC) an den Start. Er hat gerade sein Abitur in Altenberg gemacht und bis jetzt auch dort bei Arne Kluge trainiert. Nach den Deutschen Meisterschaften wechselt er nach Oberhof, kommt dort zur Bundeswehr und wird auch in der großen Trainingsgruppe bei Mark Kirchner trainieren.

 

„Die Vorbereitung verläuft super, ohne Verletzungen und ohne Krankheiten“, so Justus Strelow. Beim Lehrgang selbst ist er mit seinem Schießen noch nicht ganz zufrieden; in den letzten beiden Wochen vor dem Lehrgang hatte er nicht so viele Schießeinheiten unter Belastung und muss sich daher erst noch anpassen, erklärt er uns.

 

In der vergangenen Saison war er bereits im IBU Junior Cup bei zwei Sprints am Start und belegte einen achten und einen sechsten Rang; bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Cheile Gradistei war er nur im Einzel am Start und belegte dort einen siebten Platz.

 

Für die kommende Saison ist sein Ziel erneut die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft und, nachdem auch er das letzte Jahr bei den Junioren startet, als weiteres Ziel die Qualifikation für den B-Kader. Seiner Einschätzung nach muss er sich aber im Laufen noch verbessern: „Jetzt müssen wir erst einmal die Deutschen Meisterschaften abwarten, dass man Vergleiche hat und für die weitere Saisonvorbereitung genau schauen kann, wo meine Baustellen sind“, so Justus Strelow.

 

Marinus Veit
Marinus Veit

Neu im C-Kader ist Marinus Veit vom SC Bayrischzell (BSV). Der 19jährige ist schon seit zwei Jahren mit der Schule fertig, er hat Mittlere Reife gemacht, und ist jetzt froh, dass er den C-Kader Status bekommen hat. Am 1. September kommt er zur Sportfördergruppe der Bundeswehr und wird dann in der Trainingsgruppe bei Kristian Mehringer in Ruhpolding trainieren; eine Wohnung hat er letzten Monat in Ruhpolding bereits bezogen.

 

„Beim Laufen und beim Schießen passt es grob“, meint Marinus Veit, „ich glaube, dass ich da ganz gut aufgestellt bin. „Es sind Kleinigkeiten und Nuancen, immer mal kleine Fehler und Unkonzentriertheiten, die mir nicht passieren dürfen; ich glaube, dass ich an meiner Aufmerksamkeit am meisten arbeiten muss, um die Leichtsinnsfehler beim Schießen zu vermeiden, denn beim Laufen fällt es nicht so auf, aber die groben Bausteine passen.“

 

In der vergangenen Saison belegte in der der Gesamtwertung des Deutschlandpokals den zweiten Platz in seiner Altersklasse. Für die kommende Saison ist für Marinus Veit das Wichtigste, dass er gesund bleibt und eine wirklich optimale Vorbereitung, „dann sieht man schon, wo der Weg hingeht. Wenn die Vorbereitung für ihn so weiterläuft, dann ist seiner Einschätzung nach viel möglich. Konkrete Ziele möchte er aber lieber für sich behalten, denn allein der C-Kader-Status bringt ja schon einige der Ziele mit sich. Als jüngerer Jahrgang bei internationalen Wettkämpfen an den Start gehen zu dürfen, gibt er aber doch als Hauptziel aus, „und dann braucht man beim Wettkampf auch das Quäntchen Glück und man muss hoffen, dass man so einen Tag erwischt, an dem alles passt; dann ist Einiges möglich“.

 

Tom Gombert
Tom Gombert

Auch Tom Gombert (19) ist in dieser Saison neu beim C-Kader. Sein Heimatverein ist der SC Willingen (HSV). Seit letztem Jahr ist er bei der Bundespolizei und trainiert dort bei Englbert Sklorz und Roland Biermayer.

 

Mit seiner Vorbereitung ist er zufrieden; von Krankheiten und Verletzungen ist er bisher verschont geblieben und deshalb passt soweit alles ganz gut. „Im C-Kader weht schon ein anderer Wind als im D/C-Kader, aber es macht Spaß, man merkt wo es hingeht und es ist Zug drin“, so Tom Gombert, der auch gerne bei der Junioren-Weltmeisterschaft dabei wäre.

 

Pascal Heß
Pascal Heß

Ebenfalls neu im C-Kader ist Pascal Heß. Der 19jährige geht für den WSV Scheibe-Alsbach (TSV) an den Start. Durch Krankheitsphasen während des Heimtrainings ist er etwas ins Hintertreffen geraten, erzählt er uns, und dass es aber sonst ganz gut läuft. Im C-Kader ist er gut angekommen „das passt schon mal und die Truppe versteht sich“.

 

Auch Pascal Heß trainiert mit großem Spaß bei Mark Kirchner und Marko Danz. „Die Trainingsgruppe ist eine große Motivation für mich, ich bekomme immer gute Ratschläge“, so Pascal Heß, der während Unterrichtszeiten am Sportgymnasium in Oberhof bei Stefan Seidl trainiert; an den C-Kader Lehrgängen kann er natürlich teilnehmen. Wie alle seine Kollegen gibt auch er eine Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften als das große Ziel aus.

 

Ein großes Dankeschön an die Jungs – es hat uns riesigen Spaß gemacht!

 

Die Gespräche führte Ilka Schweikl.