Lillehammer war etwas ganz Großes für uns!

Foto: IOC
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Gerade aus Lillehammer von den 2. Olympischen Jugend-Winterspielen zurückgekehrt, waren die vom Deutschen Olympischen Sportbund nominierten Nachwuchs-Biathleten Juliane Frühwirt, Franziska Pfnür, Simon Groß und Danilo Riethmüller am vergangenen Wochenende in Oberhof beim 6. DSV Jugendcup/Deutschlandpokal am Start.

Juliane Frühwirt
Juliane Frühwirt

Mit der Mixed-Staffel haben sie zusammen in Lillehammer am letzten Wettkampftag die Silbermedaille geholt. „Wir haben alle ein super Rennen gemacht, aber die Norweger waren halt noch 7 Sek. schneller“, sagte Simon Groß vom SC Ruhpolding. „Das Wetter hat gepasst, es war alles top und wir haben uns gedacht, bei der Staffel geben wir noch einmal so richtig Gas“, resümierte Danilo Riethmüller. Übereinstimmend und noch beeindruckt haben sie erzählt, dass Olympia etwas ganz Großes für sie war. „Es waren die 13 schönsten Tage meines Lebens, es war einfach toll“, meinte Juliane Frühwirt (SV Motor Tambach-Dietharz), die in 14 Tagen ihren 18. Geburtstag feiern kann. Sie war auch im Sprint über 6 km erfolgreich und wurde mit zwei fehlerlosen Schießeinlagen Olympiasiegerin.

 

Mit Ausnahme von Simon Groß, der bereits im letzten Jahr an den Europäischen Olympischen Winter-Jugendspielen (EYOF 2015) in Vorarlberg & Liechtenstein teilgenommen hat, war es der erste internationale Vergleich in einem Biathlonbewerb, abgesehen von der Teilnahme an Wettkämpfen des Alpencups, aber Juliane Frühwirt meinte, dass man das überhaupt nicht vergleichen könne, „das war ein ganz anderes Niveau dort“ und weiter: „Ich habe wahnsinnig viel mitnehmen können für später, insbesondere die ganzen Abläufe“. Auch am kulturellen Programm versuchte sie einzufangen, was ging und bei 120 angebotenen Konzerten war das nicht wirklich schwer.

Franziska Pfnür
Franziska Pfnür

Auch die 16jährige Franziska Pfnür (SK Ramsau) erzählte begeistert, dass es der Wahnsinn war „Ich habe dort so viel erlebt, so viel Neues gelernt und mich auch mit den anderen Sportlern austauschen können, beispielsweise über das Training oder über die Wettkämpfe. „Man konnte viele Kontakte knüpfen, insbesondere bei Gruppengesprächen im Rahmen der learn and share-Projekte“. Gewohnt haben sie alle im Olympischen Dorf. Franziska Pfnür teilte das Zimmer mit Juliane Frühwirt und zwei Langläuferinnen. Die Jungs waren mit zwei Langläufern direkt gegenüber untergebracht.

Danilo Riethmüller
Danilo Riethmüller

Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld) sagte: „Ich habe dort viele eindrucksvolle Sachen erlebt und meine größte Sorge war, ob wir Deutschen konkurrenzfähig sind gegenüber den Norwegern, den Franzosen oder den Russen und ich habe mitgenommen, dass wir mithalten können.“ Das kulturelle Programm hat ihn weniger interessiert.

Simon Groß
Simon Groß

Simon Groß, der im Sprint und im Verfolgungsrennen nicht sein volles Leistungsvermögen abrufen konnte, meinte, dass er im Hinblick auf die höhere Drucksituation wertvolle Erfahrungen gesammelt hat und daraus lernen kann. „Die haben das in Lillehammer wunderschön gemacht – es war ein Riesen-Event“. Die schönste Erinnerung sei aber die Silbermedaille mit der Mixed-Staffel.

 

Autor: Ilka Schweikl